Reisebericht MS OCEAN MAJESTY

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Auf den Spuren der Hanse

Malerische Altstadthäuser in Danzig, kilometerlange Dünen,...

29.08. - 08.09.2017

Reisebericht

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 verspielte Jugendstilfassaden und mittelalterliches Flair im Baltikum, Prachtbauten in St. Petersburg, nordisch-schlichte Eleganz in Helsinki, royaler Glanz und Beschaulichkeit in Schweden – die KN-/SZ-Leserreise „Das Baltikum – mit MS Ocean Majesty auf den Spuren der Hanse“ bot viel Abwechslung und neue Eindrücke am laufenden Band.

Bei strahlendem Sonnenschein hieß es für die Teilnehmer der Leserreise in Kiel „Leinen los“ und Kurs nehmen auf das polnische Danzig. Besonders das historische Zentrum der Stadt hatte es den Fotografen unter den Reisenden angetan. Die Gebäude, die nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg mit großer Sorgfalt originalgetreu wieder aufgebaut wurden, zählen zu den eindrucksvollsten architektonischen Ensembles Polens. Die Marienkirche aus dem 15. Jahrhundert gilt als die größte Backsteinkirche der Welt.

Das schöne Wetter blieb den Teilnehmern der Leserreise auch weiterhin treu. Auch Klaipeda in Litauen präsentierte sich sonnig. Die Ausflugsmöglichkeiten in der litauischen Hafenstadt waren vielfältig. Naturliebhaber zog es zu den Dünenlandschaften auf die Kurische Nehrung oder zur Bootsfahrt auf dem Kurischen Haff. Kulturinteressierte kamen beim Besuch des idyllisch gelegenen Sommerhauses des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann in Nidden auf ihre Kosten.

Welche Vorteile es hat, auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff unterwegs zu sein, zeigte sich im lettischen Riga zum ersten Mal auf der Reise, wo die Ocean Majesty in unmittelbarer Nähe der Altstadt festmachen konnte. Besondere Highlight Rigas: das Jugendstilviertel mit schmuckvoll verzierten Fassaden, der imposante Dom sowie zahlreiche alte Bürger- und Lagerhäuser aus der Hansezeit.

Nach dem Ablegen aus Riga entwickelte sich die Reise im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Kreuzfahrt auf der Ostsee. Statt direkt Tallinn anzulaufen, war der nächste Zielhafen Stockholm, bevor es anschließend wieder quer über die Ostsee zurück ins Baltikum ging. In Stockholm lud die historische Altstadt zum Stadtbummel ein. Royalen Glanz verbreitete das Königliche Stadtschloss, wo täglich der Wachwechsel von zahlreichen Touristen beobachtet wird. Im Rathaus konnten die Besucher sehen, wo alljährlich die Nobelpreisträger das traditionelle Nobel-Festmahl abhalten.

Zurück im Baltikum stand die ehemalige Hansestadt Tallinn auf dem Programm, wo es im historischen Stadtkern aus dem 13. und 14. Jahrhundert viele architektonische Sehenswürdigkeiten zu entdecken gab. Mit dem Ablegen der „Majestät“ hieß es: Abschied nehmen vom Baltikum und auf nach Russland. Zwei Tage St. Petersburg, wo das Schiff aufgrund seiner moderaten Größe direkt im Herzen der Stadt lag, waren für viele der Reisegäste der Höhepunkt der Tour. Zu Recht: Die russische Metropole bietet wie kaum eine andere Stadt prunkvolle Paläste, Kirchen und Museen. Überall glänzt es golden. Alles scheint eine Nummer größer und imposanter als anderswo zu sein. Besucher der Stadt kommen aus dem Staunen kaum heraus. Wem es nicht reichte, am Tage auszufliegen, konnte zusätzlich eine abendliche Bootsfahrt durch die beleuchtete Stadt machen oder das klassische russische Ballett genießen.

Nach all den Impressionen und prunkvollen Verzierungen schien es fast erholsam, dass nach zwei Tagen mit prallem Ausflugsprogramm in St. Petersburg die baulich deutlich schlichtere finnische Hauptstadt Helsinki der nächste Halt war. „Weiße Stadt des Nordens“ wird Helsinki in Anlehnung an die dortige Architektur auch genannt. Statt Prunk des Barock und Rokoko dominiert das Schlichte und Helle.

Bevor die „MS Ocean Majesty“ Kurs  gen Heimat nahm, führte die Kreuzfahrt noch einmal zurück nach Schweden, nach Visby auf der Insel Gotland. Nach vielen besichtigten Großstädten wurde es zum Ende der Reise in der kleinen Stadt mit mittelalterlichem Charakter beschaulicher und beim Ausflug über die Insel idyllisch ruhig. Mit der Ankunft in Warnemünde am Folgetag ging eine sonnige und extrem abwechslungsreiche Reise mit vielen neuen Eindrücken zu Ende.   
      
Dr. Katrin Heidemann