Reisebericht Madeira -

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Blumeninsel im Atlantik

Die Insel Madeira mit ihrer unglaublich üppigen Vegetation...

19.09. - 26.09.2019

Reisebericht

 und der teilweise bizarren Vulkanlandschaft ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Deshalb wird sie auch häufig als Paradies bezeichnet und wie im Paradies fühlten sich auch die sechzehn Teilnehmer der einwöchigen KN-Leserreise.
Dass diese Reise ein unvergessliches Erlebnis wurde verdankten wir auch besonders unserer temperamentvollen und liebenswerten Reiseleiterin Susana die uns nicht nur bestens informierte sondern auch immer einen Blick auf die vielen Webcams der Insel hatte und somit bestens über das Wetter informiert war. Dementsprechend wurde unser Programm flexibel gestaltet, sodass wir weder durch Regen noch Nebel beeinträchtigt wurden.
Zunächst besuchten wir die Inselhauptstadt Funchal. Sie gilt als eine der malerischsten und saubersten Hauptstädte Europas und bot den Gästen zusätzlich zu der geführten Stadtrundfahrt bzw. dem Spaziergang an den freien Nachmittagen viele Gelegenheiten zu eigenen Erkundungen. Sei es beim Stöbern in der mit interessanten Wandkacheln geschmückten Markthalle mit dem reichhaltigen Angebot an Fischen, Obst, Gemüse, Gewürzen und Blumen oder beim Bummel durch die historische Altstadt. Hier beeindruckte besonders die Rue de Santa Maria, eine enge Gasse, die eine Art Freiluftmuseum darstellt, da alle Türen von verschiedenen einheimischen  Künstlern gestaltet worden sind. Die vielen gemütlichen Restaurants luden natürlich auch zum Verweilen ein.
Ein Spaziergang entlang der Promenade, von der Festung Sao Tiago bis zum Hafen bot auf der einen Seite einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt, die sich wie ein gewaltiges Amphitheater an die Berghänge schmiegt, auf der anderen Seite konnte man bei klarem Wetter die drei vorgelagerten unbewohnten Inseln erkennen. Der relativ kleine Hafen wird häufig von Kreuzfahrtschiffen besucht.
Auch eine Fahrt mit der Gondelbahn nach Monte – passenderweise als Reise zwischen Himmel und Erde bezeichnet – gewährt einen tollen Überblick.
Und immer wieder beeindruckte die üppige Vegetation und Blütenpracht. Sei es im Botanischen Garten, bei den Orchideen oder auch im berühmtesten Garten der Region, dem Blandy’s Garden mit seinen teils hundertjährigen Bäumen.
Natürlich durfte auch eine Weinprobe nicht fehlen um den berühmten Madeirawein zu kosten.
Bei der Fahrt in den Nordosten der Insel überquerten wir den Poiso Pass und besuchten Ribeiro Frio, mit der kleinen Forellenzuchtanlage. Weiter ging es durch prächtige Lorbeerwälder nach Santana. Dieser Ort ist bekannt, wegen der teilweise noch gut erhaltenen traditionellen Madeira-Häuser, niedrige Steinhäuser mit reetgedeckten Dächern, die fast bis zum Boden reichen.
Eine Levadawanderung gehörte natürlich auch zum Programm. Wir erfuhren dabei mehr über das ausgeklügelte Bewässerungssystem der Insel, welches teilweise bereits im 15. Jh. angelegt wurde. Mit Hilfe dieser künstlichen Kanäle kann das Wasser aus dem niederschlagsreichen Norden in den trockeneren Süden der Insel geleitet werden, zur Unterstützung der Landwirtschaft.
Die Fahrt in den Westen Madeiras brachte uns zunächst zum kleinen Fischerort Camara do Lobos und weiter nach  Cabo Girao mit der höchsten Steilküste Europas. Weiter führte die Straße über Ribeira Brava zum Encumeada Pass wo uns ein unvergesslicher Blick über das Gebirgspanorama erwartete, während die Landschaft hinter uns durch dicke weiße Wolken verborgen war.
Ein weiterer Höhepunkt war der Abstecher zum kleinen Ferienort Porto Moniz mit den natürlichen Schwimmbädern aus Lavagestein.
Bei den Touren in den Nordosten der Insel und auch in das Tal der Nonnen, waren wieder die Fahrkünste unseres Busfahrers gefragt, wodurch wir ganz unbeschwert den Anblick der vielen Mahagoni-, Lorbeer- und Maiblütenbäume genießen konnten oder auch den Blick zum grandiosen Adlerfelsen bei Faial. Und zwischendurch immer wieder Bananenplantagen und Zuckerrohranbau.
Zum Abschluss besuchten wir noch die 550 m hoch gelegene Kirche Nossa Senhora do Monte, welche einen eindrucksvollen Blick über Funchal bietet und wo auch der Ausgangspunkt für die Fahrten mit den berühmten Korbschlitten liegt.
Dass während unseres Aufenthalts von Seiten des Hotels ein Fado-Abend  und auch eine Folklore-Aufführung geboten wurden, rundete unseren Aufenthalt optimal ab.