Reisebericht Madeira

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Blumeninsel im Atlantik

Wegen der ganzjährigen Blütenpracht...

06.09. - 13.09.2018

Reisebericht

...die den Besucher auf Madeira willkommen heißt, wird die Insel häufig als „Paradies“ bezeichnet. Auch als „Insel des ewigen Frühlings“ ist Madeira bekannt, oder als „Blumeninsel im Atlantic“. Dass all dies zutrifft, davon konnten sich die dreizehn Teilnehmer der KN-Leserreise überzeugen.
Die Inselhauptstadt Funchal, mit ihren ungefähr 110.000 Einwohnern, gilt als eine der malerischsten und saubersten Hauptstädte Europas und bot den Gästen zusätzlich zu der geführten Stadtrundfahrt viele Gelegenheiten zu eigenen Entdeckungen. Sei es beim Stöbern in der mit interessanten Wandkacheln geschmückten Markthalle mit dem reichhaltigen Angebot an Fischen, Obst, Gemüse, Gewürzen und Blumen oder beim Bummel durch die historische Altstadt. Hier beeindruckte besonders die eindrucksvolle gotische Kathedrale und die Rue de Santa Maria, eine enge Gasse, die eine Art Freiluftmuseum ist, da alle Türen von unterschiedlichsten Künstlern gestaltet worden sind. Die vielen gemütlichen Restaurants luden natürlich auch zum Verweilen ein.
Ein Spaziergang entlang der Promenade, von der Festung Sao Tiago bis zum Hafen bot auf der einen Seite einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt, die sich wie ein gewaltiges Amphitheater an die Berghänge schmiegt, auf der anderen Seite konnte man die drei vorgelagerten unbewohnten Inseln erkennen. Der relativ kleine Hafen wird jeden Tag von mehreren Kreuzfahrtschiffen und Yachten besucht.
Auch eine Fahrt mit der Gondelbahn nach Monte, oder zum Botanischen Garten  – Passenderweise als Reise zwischen Himmel und Erde bezeichnet – gewährte einen tollen Überblick.
Und wohin das Auge blickte, ein Blumenmeer. Sei es  im berühmtesten Garten der Region, dem Blandy’s Garden oder auch während unserer Inselrundfahrten, wo wir überall in den pittoresken Dörfern schöne Gärten bewundern konnten und unsere temperamentvolle und liebenswerte Reiseleiterin Susana wurde nicht müde, uns die vielen klangvollen Namen zu nennen und die Pflanzen und natürlich auch die Sehenswürdigkeiten zu erklären.
Viele der kleinen Dörfer und Ansiedlungen waren festlich geschmückt, denn auf Madeira wird fast immer etwas gefeiert. Es gibt das Weinfest, Zwiebelfest, Blumenfest, Zuckerapfelfest, um nur einige zu nennen, und natürlich nicht zu vergessen, den Karneval und das berühmte Silvester-Feuerwerk, wo bis zu 13 Kreuzfahrtschiffe im kleinen Hafen von Madeira vor Anker liegen um dieses einmalige Schauspiel zu genießen.
Die Fahrt in den Westen Madeiras brachte uns zunächst nach  Cabo Girao mit der höchsten Steilküste Europas. Weiter ging es über Ribeira Brava zum Encumeada Pass. Wie gut, dass unser Busfahrer Amandio die enge, kurvenreiche Strecke ganz gelassen und absolut sicher bewältigte. Auch die Strasse weiter in den Norden über Seixal nach Porto Moniz erforderte seine ganze Konzentration.
Bei den Touren in den Nordosten der Insel und auch in das Tal der Nonnen, waren ebenfalls die Fahrkünste unseres Busfahrers gefragt, so dass wir ganz unbeschwert den Anblick der vielen Mahagoni- und Lorbeerbäume genießen konnten oder auch den Blick zum grandiosen Adlerfelsen bei Faial. Und zwischendurch immer wieder Bananenplantagen und Zuckerrohranbau.
Natürlich durfte während unseres Madeira-Aufenthalts auch eine Levade-Wanderung nicht fehlen. Levadas sind künstliche Wasserläufe mit denen schon seit dem 15. Jahrhundert Wasser aus den niederschlagsreicheren Gebieten im Norden und im Zentrum der Insel zu den trockeneren landwirtschaftlichen Anbaugebieten im Süden geleitet wird.
Nach diesem Ausflug genossen die Gäste wieder einen freien Nachmittag für eigenen Unternehmungen oder aber auch, um gemütlich auf der Terrasse des Hotels auszuspannen, welches den Namen „Panoramico“ wegen des herrlichen Blicks zum Hafen und über die Stadt Funchal absolut zu Recht führt.
Was bei einer Madeira-Reise auf keinen Fall fehlen sollte ist die rasante Fahrt mit den berühmten Korbschlitten, die ursprünglich einmal das erste öffentliche Verkehrsmittel der Insel waren.  Ein unvergessliches Erlebnis, welches sich einige Gäste gönnten.
Dass während unseres Aufenthalts von Seiten des Hotels ein Fado-Abend (die portugiesische Variante des Weltschmerzes) und auch eine Folklore-Aufführung geboten wurden, rundete unseren Aufenthalt optimal ab.