Reisebericht Andalusien

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Glanzlicht am Mittelmeer

Britisches Ambiente mit Ausblick auf Nordafrika,...

04.09. - 11.09.2018

Reisebericht

...prachtvolle Paläste und Kathedralen, malerische Altstädte und Strandleben – die Leserreise der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung mit dem Titel „Andalusien – Glanzlicht am Mittelmeer“ hält, was sie verspricht.

Am Felsen von Gibraltar, auch „The Rock“ genannt, stehen sich die für die britische Kolonie so typischen Berberaffen und die Touristen gegenüber und scheinen gleichermaßen voneinander fasziniert zu sein. Die Tiere hüpfen von einem Baum zu anderen, lausen sich gegenseitig und turnen über die Dächer der Minibusse. Die Fotoapparate der Reisenden klicken im Sekundentakt. Im Hintergrund glitzert das Meer vor der Küste Afrikas. Kein Land begrenzt den Blick in die Ferne beim nächsten Stopp. Von der Uferpromenade in Cádiz erscheint der Atlantik schier unendlich. Die hell angestrichenen Gebäude bilden einen schönen Kontrast dazu.

Quirliger im Stadtbild präsentiert sich Sevilla. Wie ein Labyrinth schlängeln sich die engen Gassen durch das Altstadtviertel Santa Cruz mit vielen Bars und kleinen Läden. Imposant erhebt sich daneben die gotische Kathedrale Giralda in der Stadtmitte. Bunte Kachelbilder an der Plaza d'Espaňa zeigen farbenfroh die einzelnen Provinzen Spaniens. Eine Fusion von abend- und morgenländischer Baukunst erleben die Besucher in der prachtvollen Palastanlage Reales  Alcázares. Am Abend ist der Flamenco in Sevilla allgegenwärtig: In Tanzshows, Kulturzentren, Bars und beim Auftritt von Straßenkünstlern hallt das Klackern der Flamencoschuhe durch die Nacht.

Als ehemaliges Mekka des Okzidents gilt Cordoba. In der dämmrigen ehemaligen Moschee Mezquita finden sich die Reisenden in einem wahren Säulenwald wieder. Inmitten von Hunderten von Säulen erhebt sich in dem Gebäudeensembles die heutige Kathedrale Cordobas. Der Aufstieg auf den Turm der Anlage wird belohnt mit einem Blick auf die verwinkelten Gassen der Altstadt und die beeindruckende Dachkonstruktion von Moschee und Kathedrale.

Einen Kontrast zu den vorherigen Städten bildet der Ausgangspunkt für die restlichen Tage der Reise: der Touristenort Torremolinos am Mittelmeer. Strandleben statt Kultur lautet die Devise in dem Ort, wo sich Strandliegen mit Sonnenschirmen, Kioske und Beachbars aneinanderreihen. Großer Vorteil von Torremolinos ist die Nähe zu Málaga. Diesen Umstand nutzen viele Teilnehmer der Leserreise am freien Tag für einen Ausflug in die benachbarte Stadt, in der einst der bekannte Maler Pablo Picasso geboren wurde.

Ein weiteres Highlight der Reise ist die märchenhafte Alhambra, die ehemalige Residenz der arabischen und spanischen Könige in Granada. Hintergrund für die imposante Palastanlage bilden die Gipfel der Sierra Nevada. Durch malerische, idyllische Berglandschaften führt die Fahrt weiter nach Ronda, eine der ältesten Städte Spaniens. Eine gewaltige Brücke verbindet dort die Neustadt mit der Altstadt, die durch eine tiefe Schlucht getrennt sind. Zahlreiche Terrassen an den Rändern der felsigen Schlucht bieten spektakuläre Ausblicke auf das beeindruckende Bauwerk. Bekannt ist Ronda auch für seine Stierkampfarena, wo die Besucher bei der Besichtigung über den Sand laufen, wo sich sonst Stier und Torero den Kampf liefern.

Gibraltar, Cádiz, Sevilla, Cordoba, Granada, Ronda, Torremolinos und Malaga waren die Stationen der Leserreise. Die vielfältigen Sehenswürdigkeiten der Städte haben sich im Verlauf der Reise nach und nach zum Glanzlicht Andalusien zusammengefügt.

Katrin Heidemann